Blaulichtreport Lausitz
Von Redaktion

Großbrand im Tagebau Nochten – Tagebaugroßgerät in Flammen

12. Januar 2026 · Kategorie: Blaulichtreport Lausitz, Boxberg, Feuerwehr, Landkreis Görlitz, Polizei, Rettungsdienst

Seit den frühen Morgenstunden kommt es im Tagebau Nochten zu einem umfangreichen Großeinsatz der Feuerwehren. Am frühen Morgen war in einem sogenannten Absatzer ein Brand an einer Fördergurt Anlage ausgebrochen, der eine schnelle und koordinierte Alarmierung zahlreicher Einsatzkräfte erforderlich machte.

Unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Brandes wurden Feuerwehren aus der umliegenden Region alarmiert. Darüber hinaus waren Werksfeuerwehr Kräfte des Energieunternehmens LEAG sowie die Bundeswehrfeuerwehr vom Truppenübungsplatz Oberlausitz im Einsatz, Auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Umgebung waren im Einsatz. Aufgrund der besonderen Gefahrenlage in dem industriellen Bereich des Tagebaus wurde der Einsatz von Beginn an mit einem erhöhten Kräfteansatz geführt.

Der Brand konnte gegen 9 Uhr unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden. Trotz des erfolgreichen Löscheinsatzes dauern aktuell weiterhin umfangreiche Nachlöscharbeiten an, um verbliebene Glutnester auszuschließen und ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern. Parallel dazu werden betroffene Anlagenteile kontrolliert.

Zur Unterstützung der eingesetzten Atemschutzgeräteträger wurde zusätzlich ein Gerätewagen Atemschutz (GW-A) alarmiert. Dieser stellt ausreichend Wechselgeräte und Pressluftflaschen zur Verfügung, um einen sicheren und kontinuierlichen Einsatz der Kräfte zu gewährleisten. Insgesamt ist die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an Einsatzfahrzeugen und Personal vor Ort.

Die Rauchentwicklung, die durch den Brand verursacht wurde, war zeitweise über mehrere Kilometer hinweg sichtbar und zog in Richtung des Umlandes. Eine Gefährdung der Bevölkerung bestand nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht.

Nach Angaben des Unternehmens LEAG wurden zwei Mitarbeiter des Energieunternehmens LEAG mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vor Ort medizinisch untersucht und versorgt. Über den weiteren Gesundheitszustand der Betroffenen liegen derzeit keine näheren Informationen vor.

Zur Höhe des entstandenen Sachschadens können aktuell noch keine Angaben gemacht werden.

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