Am 26.04.2026, gegen 20:07 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Spremberg zu einem Brandeinsatz in der alten Fabrik gerufen. In dem denkmalträchtigen Gebäude aus DDR-Zeiten brannte Restkohle in den Kohlebunkern im obersten Stockwerk.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stiegen sichtbare Rauchschwaden aus den Fenstern des obersten Bereichs. Da das Gebäude verschlossen war, mussten sich die Feuerwehrleute zunächst gewaltsam Zutritt verschaffen. Über das Treppenhaus drangen sie bis in die oberen Etagen vor, wo sie den Brand in den historischen Kohletrichtern lokalisierten.
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein ehemaliges Heizhaus aus der DDR-Ära, das einst die umliegenden Behördengebäude sowie die örtliche Schwimmhalle mit Wärme und Warmwasser versorgte. In den beiden noch vorhandenen Einfülltrichtern – über die die Kohle damals in die rund 20 bis 30 Meter tiefer liegenden Brennöfen geleitet wurde – hatte sich verbliebene Restkohle entzündet.
„Wir haben unter schwerem Atemschutz einen Trupp nach oben geschickt und dort die Löschmaßnahmen mit Wasser begonnen“, erklärte Hauptbrandinspektor Christian Balzer, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Spremberg. Parallel dazu sicherte ein weiterer Trupp den Bereich im Erdgeschoss ab.
Eine besondere Herausforderung stellte der bauliche Zustand des Gebäudes dar: Zahlreiche Löcher in den Böden, Metallträger auf Kopfhöhe und ein komplett stromloser Treppenflur machten den Einsatz gefährlich. Die Drehleiter wurde daher gezielt eingesetzt, um die Einsatzstelle auszuleuchten und den Kameraden eine sichere Orientierung im Inneren zu ermöglichen.
Abschließend wurde ein Schaumteppich über die betroffenen Kohlebunker gelegt, um eine erneute Sauerstoffzufuhr und damit ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Rund eineinhalb Stunden nach der Alarmierung war der Einsatz weitgehend abgeschlossen.
Im Einsatz waren 17 Feuerwehrkräfte mit fünf Fahrzeugen. Unterstützt wurden sie durch eine Polizeistreife sowie zwei Rettungsdienstfahrzeuge. Personen kamen nach aktuellem Stand nicht zu Schaden.
Gefährlicher Einsatz für Feuerwehr: Brand in 30 Meter tiefem Loch! – Feuer in altem DDR-Kohlebunker








