Trotz anhaltender Starkregen mit örtlich mehr als 10 bis 15 Litern pro Quadratmeter und Stunde kam es am Sonntagabend, den 19.04.2026, in der Lausitz zu einem ungewöhnlichen Einsatz für die Feuerwehr. In Drebkau, Ortsteil Illmersdorf, im Landkreis Spree-Neiße alarmierte die Leitstelle Lausitz um 18:27 Uhr Einsatzkräfte zu einem gemeldeten Flächenbrand im Wald – mitten im Unwetter.
Vor Ort präsentierte sich eine überraschende Lage: Eine 20-kV-Leitung war – ob witterungsbedingt oder aus anderen Gründen ist noch unklar – gerissen und auf dem Waldboden aufgekommen. Durch den Stromkontakt entzündete sich die Bodenfläche auf einer Fläche von rund 20 Quadratmetern. Trotz des gleichzeitig niederprasselnden Regens breitete sich das Feuer aus.
Ein Einsatzkraft schilderte die Situation: „Dadurch, dass noch Strom auf der Leitung war, kam es quasi immer wieder zu Blitzen. Man hat die ganze Zeit ein Knistern gehört, dazu Flammen und durch den entzündeten Boden auch starke Rauchentwicklung.“
Solange die Leitung unter Spannung stand, war ein direkter Löschangriff für die Feuerwehr nicht möglich. Erst nachdem der zuständige Netzbetreiber die betroffene Leitung stromlos schaltete, konnten die Einsatzkräfte nach rund 45 Minuten mit der Brandbekämpfung beginnen. Mit einem C-Rohr wurde die Brandfläche systematisch abgesucht und abgelöscht.
Im Einsatz waren rund 20 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen. Nach insgesamt etwa zwei Stunden konnte der Einsatz beendet werden.
Der Einsatz gilt unter den Beteiligten als außergewöhnlich: Dass es ausgerechnet während eines der stärksten Regentage in der Region zu einem Vegetationsbrand kommt, überraschte alle Einsatzkräfte. Der flächendeckende Starkregen hatte weite Teile Brandenburgs und insbesondere Südbrandenburg sowie die Lausitz seit dem Mittag des 19. April erfasst – und dennoch blieb ein Waldbrand nicht aus.
















