Am 9. April 2026 wurden die Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Döbernland um 18:35 Uhr zu einem Waldbrand alarmiert. Vor Ort bestätigte sich eine Brandfläche von rund 2.000 Quadratmetern in einem Kiefernwald. Der Einsatzleiter ordnete umgehend einen Erstangriff mit vier C-Strahlrohren an.
Bereits auf der Ausfahrt aus dem Gerätehaus in Döbern war am Horizont eine starke Rauchentwicklung sichtbar, welche die ernste Lage bestätigte. Am Einsatzort angekommen, fanden die Einsatzkräfte offene Flammenbildung vor.
Insgesamt waren 55 Einsatzkräfte vor Ort. Es wurde Unterstützung nachgefordert. Neben der Feuerwehr Döbern waren die Feuerwehren Preschen, Kölzig, Bademäusel sowie die Stadtfeuerwehr Forst und die Biomasse Wonneberger im Einsatz. Da die Wasserversorgung in der Region strukturell schwierig ist, wurde ein Pendelverkehr mit einer eingerichteten Wasserentnahmestelle organisiert.
Das Feuer konnte relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich jedoch aufwendig, da der Boden des Kiefernwaldes von einer dichten Nadelholzschicht bedeckt war und das Feuer immer wieder im Erdreich verschwand. Die Einsatzkräfte mussten tief in den Boden eindringen. Mit der Wärmebildkamera wurde die Einsatzstelle anschließend nachkontrolliert. Die vorherrschende Dunkelheit machte eine zusätzliche Ausleuchtung der Einsatzstelle erforderlich.
Für die Region ist es bereits der dritte Brand binnen zwei Tagen: Am Vortag hatte ein Holzpolter mit rund 500 Quadratmetern umliegender Waldfläche gebrannt, gegen Mittag folgte ein Entstehungsbrand. Die Region befindet sich laut Einsatzleiter Vogt kurz vor der höchsten Waldbrandgefahrenstufe.

















