Tätschwitz: Brandstifter schlägt erneut zu – Scheune und Wohnhaus stehen in Vollbrand – Tatverdächtiger gestellt

In der Nacht zum Mittwoch wurden Feuerwehren aus dem Großraum Hoyerswerda sowie die Hauptamtliche Abteilung der Feuerwehr Senftenberg nach Elsterheide-Tätschwitz zu einem „Gebäudebrand“ alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war klar gewesen, dieser Einsatz wird länger dauern. Es war bereits ein großer Flammenschein sowie starker Rauch sichtbar gewesen, beim Eintreffen stand eine Scheune im Vollbrand. Das Feuer griff außerdem auf das angrenzende Wohnhaus über und beschädigte dieses ebenfalls massiv. Umgehend wurde die Brandbekämpfung mit mehreren C-Rohren und Trupps unter Atemschutz durchgeführt, auch ein Wenderohr kam jeweils über die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Hoyerswerda sowie dem Teleskopmast der Feuerwehr Senftenberg zum Einsatz. Aus dem benachbarten Brandenburg wurde neben der Feuerwehr Senftenberg auch die Wehr aus Großkoschen nachalarmiert. Nach mehreren Stunden konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.

Dies war nunmehr der fünfte Großbrand seit 19. Mai in dem kleinen sächsischen Ort Tätschwitz. Immer wieder standen Scheunen im Vollbrand sowie mehrere Maschinen und andere Utensilien. Die Polizei ging in allen Fällen von Brandstiftung aus. Beim Großbrand vergangene Nacht konnte allerdings ein 30-jähriger Tatverdächtiger durch die Polizei, die sich neben Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot im Einsatz befand, vorläufig festgenommen werden. Hierfür kam, neben den Beamten, ein Fährtenhund der Polizeidirektion Görlitz zum Einsatz, der durch seine wunderbare Arbeit zur Ergreifung des Tatverdächtigen, nur wenige Straßen von der Einsatzstelle entfernt, beitrug. Der Mann befindet sich nun im Gewahrsam der Polizei. Eine Entscheidung über Fortdauer der Freiheitsentziehung fällt am Donnerstag. Die Kriminalpolizei ermittelt und prüft Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bränden.

Bis zum Mittwochmittag dauerte der Einsatz an. Es wurde mit Hilfe der Kameraden das Dach des Gebäudes abgetragen und Nachlöscharbeiten durchgeführt. Nach rund 9 Stunden war der Einsatz dann endgültig beendet gewesen und alle Kräfte konnten ihre Gerätehäuser wieder anfahren um dort die Einsatzbereitschaft herzustellen.

Die Einwohner aus Tätschwitz versorgten die Einsatzkräfte den gesamten Einsatz über mit leckerem Kaffee und kleineren Snacks. Sowas kommt leider immer seltener vor und war somit ein besonderes Zeichen der Wertschätzung gegenüber allen Rettungskräften.

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