Butzen: Brand in der Lieberoser Heide

Am Montagvormittag gegen 09:36 Uhr kam es zu einer Alarmierung in der Lieberoser Heide aufgrund eines gemeldeten Waldbrandes. Bereits auf Anfahrt konnte eine Rauchentwicklung festgestellt werden. Umgehend wurden weitere Feuerwehren alarmiert. Nach der ersten Lageerkundung konnte das Feuer im Moor und auf Munitionsbelasteter Fläche erkundet werden. Durch diese Begebenheiten ist das Betreten der Fläche nicht möglich. Schon in den Mittagsstunden wurde im Ort Butzen eine Einsatzleitung aufgebaut. Ein Hubschrauber der Landespolizei konnte mittels Kamera sofort eine Fläche erkunden. Durch die Bundespolizei wurde ein Hubschrauber zum Löschen aus der Luft angefordert, dieser konnte am ersten Tag die Arbeit der Feuerwehrleute in der Lieberoser Heide sehr unterstützen. Bis zum Abend des ersten Tages konnte sich dann das Feuer auf 13 ha ausbreiten. In der Nacht hat man dann Wasserstrecken aufgebaut, zudem würde ein Einsatz der Brandschutzeinheit MOL für den nächsten Morgen geplant. Zuversichtlich zeigte sich der Einsatzleiter am Abend, wo festgestellt wurde, dass, das Feuer sich nicht groß ausbreitet.

Am Dienstag zeigte sich die weitere Lage, am Morgen gab es noch Hoffnung, das Feuer hatte gestanden und sich nicht weit ausgebreitet. Die Schwierigkeiten waren am 2. Tag die Temperaturen und die Winde an der Einsatzstelle. Der Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald machte sich ein Bild vor Ort. Er dankte den Einsatzkräften vor Ort für die Arbeit. Am Nachmittag dann die Meldung aufgrund des Windes hatte sich der Waldbrand auf 30ha ausgebreitet. Trotz des Einsatzes von zwei Hubschrauber der Bundespolizei. Auch wurde weiter von den Wegen im Wald gelöscht. Zwischenzeitlich waren über 200 Einsatzkräfte im Einsatz. Auch in der Nacht wurden die Löscharbeiten vorangetrieben.

Der Brand ging in den 3. Tag über. In der Nacht hatte sich der Brand auf bereits 50 ha ausgebreitet. Weiter machte der aufkommende Wind sowie die Beschaffenheit der Wege im Wald Sorge. Durch das THW wurde mithilfe von Radladern die Beschaffung der Wege im Wald verbessert. Weiterhin wurde daran gearbeitet, den Brand zu umzingeln. Dazu wurden auch Kreisregner eingesetzt. Fast 300 Einsatzkräfte kämpften nun gegen die Flammen an. Am Abend war klar, der Brand hatte sich auf 66 ha ausgebreitet. Auch war ein großer Teil des Moores betroffen, das 30 ha große Moorgebiet soll zu 70 Prozent verbrannt sein. Wie der Einsatzleiter informierte wurde um die Brandstelle ein 16 Kilometer großer Ring aus Einsatzkräften aufgebaut.

Der 4 Tag startete damit, dass sich das Feuer weiterhin ausbreitet, 86 ha sind jetzt betroffen, 4 Hubschrauber sind mittlerweile im Einsatz. Jetzt kommt auch das Wetter den Einsatzkräften zugute, es regnete leicht und die Temperaturen sind kühler geworden. Jetzt besteht die Hoffnung, den Brand zu löschen. Am Tage wurde viel Wasser in das Brandgebiet gebracht. Am Abend war klar, es gab kaum noch offene Flammen, das Wetter hat ein wenig geholfen. In den Abendstunden waren noch viele Glutnester zu sehen, aber es gab kaum noch offene Flammen.

Die Lage in der Lieberoser Heide hat sich am fünften Einsatztag stark verbessert. Die Flammen sind aus. Es sind noch kleine Glutnester vorhanden. Die Einsatzleitung erwartete keine weitere Ausbreitung der Flammen mehr.
Am Abend konnte noch eine Brandschneise mithilfe eines Harvesters verbreitert werden. „Die Maßnahmen haben uns in der Brandbekämpfung gestern Abend ein gutes Stück vorangebracht“, sagt Kreisbrandmeister Christian Liebe. Auch der Regen am Abend hat eine deutliche Entlastung gebracht. Heute erfolgt die Brandlöschung vom Boden aus mit Kreisregnern, Tanklöschfahrzeugen (TLF) und Löschfahrzeugen (LF). Während der Löscharbeiten der vergangenen Tage hat die Feuerwehr 3.000 bis 4.000 Liter Wasser pro Minute in das Schadensgebiet gepumpt – so viel wie noch bei keinem Waldbrand vorher.

Am Tag danach konnte die Großschadenlage durch den Landrat aufgehoben werden, die Einsatzstelle wurde an die Einsatzleitung, das Amt Lieberose zurück erteilt. Diese ist jetzt dafür zuständig, dass die Kontrolle der Brandfläche durch die Feuerwehr überprüft wird. Die Löscharbeiten werden bis in die kommende Woche andauern. Derzeit ist es das es im Moor in ca. 30-40 cm Tiefe brennt dies ist kaum zu löschen. Insgesamt waren fast 1000 Einsatzkräfte über die Woche im Einsatz.

Auch wir möchten uns an dieser Stelle nochmals für die gute Zusammenarbeit an der Einsatzstelle bedanken, beim Presseteam des Landkreises Dahme-Spreewald und dem Einsatzleiter Christian Liebe.

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